Die nachfolgenden Geschichten aus Metzenseifen sind Erlebnisse der Autoren bzw. wurden von den Autoren nach tatsächlichen Begebenheiten aufgezeichnet. Bitte beachten Sie auch hier das Copyright.
Übersicht zu den Geschichten
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Seinerzeit stand im Stalle eines jeden Hauses mindestens eine Kuh. Sie war immer eine gute Hilfe für die Familie, ob in schlechten oder guten Zeiten. Doch verschiedener Aberglauben war damals auch nicht wegzudenken.
Ein älteres Paar kam mit der Kuh in Nöten, die Milchabgabe wurde von Tag zu Tag immer spärlicher. Der entstandene Milchmangel wurde einer Verhexung zugeschrieben. In Jaszóújfalu (slow. Novačany) war ein Schäfer, der als Heilpraktiker bekannt war, doch wurde ihm auch Hexenbeschwörung zugeschrieben. Dieser wurde aufgesucht. Er ordnete dem Ehepaar an, wortlos in tiefem Schweigen bis nach Hause zu gehen und die Hexerei würde danach aufhören.
Also wurde der Heimweg angetreten. Doch in Jaszó (slow. Jasov), wo gerade der Weg an einem Friedhof vorbei führte, war eine Leichenbestattung, welche Anlass zu einem Gespräch gab. Zu spät wurde man gewahr, dass die Anordnung des Schäfers nicht eingehalten wurde. Die einzige Lösung - zurück zum Schäfer nach Jaszóújfalu.
Dieser bedauerte den Vorfall und ermahnte sie, den Versuch zu wiederholen. Daheim angekommen, genüge es, wenn die Frau in den Spiegel schaue. Dort würde sie die Hexe zu sehen bekommen.
Wie die Sache letztlich ausfiel, ist schon weniger bekannt. Man kam nicht gerne darauf zu sprechen.