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Kultur -> Die deutsche Mundart - das Mantakische

Die Einwohner beider Metzenseifen sprechen einen Dialekt, der mantakisch genannt wird.
Über die Vergangenheit und Herkunft der Einwohner von Medzev sind leider keine genauen Aufzeichnungen bzw. Urkunden aufbewahrt geblieben. Die älteste Urkunde, die Medzev erwähnt, stammt aus dem Jahre 1359. Danach fand die Ansiedlung der ersten Umsiedler längst des Baches Pivrenk (Pivering)) statt, der das Dörfl genannte Gebiet durchfließt.
Die Siedler wurden als Saxonas (Sachsen) bezeichnet. Neben historischen Dokumenten weist der mantakische Dialekt aber daruaf hin, dass auch Zuwanderer aus anderen deutschen Regionen, wie Bayern, Thüringen, der Rhein/Main-Gegend, sowie aus der Steiermark und Flandern, die Sprache im Ort über die Jahrhunderte beeinflussten.
Entstanden ist ein Dialekt, der noch von vielen deutschstämmigen älteren, aber nur wenigen jüngeren Einwohnern des Ortes gesprochen wird. Dazu trugen auch die Auswanderungen der deutschen Bevölkerung in den Zeiten der Wirtschaftskrisen und nach dem 2. Weltkrieg bei.
Der mantakische Dialekt wird heute nicht mehr in jeder Familie gesprochen und weitergegeben. Es ist daher eine wichtige Aufgabe, diesen Dialekt zu dokumentieren und für die folgenden Generationen zu erhalten.

Anfang des Jahres 2013 wurde ein derartiges Wörterbuch veröffentlicht. Das Buch
Wörterbuch der deutschen Mundart in Metzenseifen
(ISBN: 978-3-8440-1680-2) erscheint im Shaker Verlag in der Reihe Linguistik.

Für die in Metzenseifen gesprochene deutsche Mundart existiert auch eine eigene Website:
https://www.karpatendeutsche-mundarten.sk/index.php?subpage=11&link=124k. Dialektbeispiele können Sie sich hier anhören.

Das unveröffentlichte Script von Ernst Tomasch 'Die Metzenseifner Mundart - Versuch einer mantakischen Grammatik' beschreibt die mantakische Grammatik aus der Sicht eines Nicht-Germanisten.