Sitemap | Impressum | Disclaimer | Login
| Deutsch| Slovansky | Magyarul | English | © hs 1996-2026
Follow
Die Metzenseifen-Hymne Please click here - if you like this site (no Facebook link!)
  Old weapon
title startpage Metzenseifen
Willkommen auf der genealogischen und historischen Website von Metzenseifen
Home
Geschichte
Geschichte
Orte
Geschichte v. Metzenseifen, kurz und knapp
Ausführliche Darstellung der Metzenseifner Gesch
Wandel des Ortsnamens
Geschichte der Gemeinde Štós (Stoß)
Der Kurort Štós (Stoß)
Wappen und Siegel
Personen
Berühmte Personen aus M
Bürgermeister in Metzenseifen
David Kundtz in M. (2008)
Erinnerungen
Dokumente
Historischer Lehrpfad im Hummeltal
Fotos
Interne Fotosammlung
Foto hinzufügen
Genealogie
Genealogie
Nachnamen
Typ. deutsche Nachnamen
Häufigkeit Nachnamen 1857
Namen, Zunamen, Adressen
Namen Steuerpflichtige 1715
Der Nachname Eiben
Der Nachname Gedeon
Der Nachname Schürger
Genetische Studien
Dokumente zu genet. Studien
Genetische Genealogie
DNA, Genetische Genealogie und Verwandtensuche
Datenbank
Datenbank
Namen und Listen
Suchen in ges. Datenbank
Geburtenliste
Heiraten in Metzenseifen
Sterbeliste Metzenseifen
Friedhöfe in Metzenseifen
Übersicht LDS Microfilme
Forscherliste Metzenseifen
Neueste Einträge
Historische Fotos
Bildvorschau
Familienfotos ansehen
Familienfotos hochladen/editieren
Familienfotos verwalten
Suche Familienfoto
Stammbaum
Stammbaum
GEDCOM
Das GEDCOM-Dateiformat
In Datenbank genutzte GEDCOM-Dateien
Eigene GEDCOM hochladen
Infos aus GEDCOM-Dateien
Geburtstagskalender
Geburtsorte (Liste)
Stammbäume generieren/anzeigen
4-Generationen-Darstellung
Komplette Stammbäume
Kirchen
Kirchen
Unter-Metzenseifen
Kirchliche Objekte (UM)
Kreuze und Wegkreuze (UM)
Die Kirche Mariä Geburt
Gemälde in der Kirche
Apostelbilder in der Kirche
Ober-Metzenseifen
Kirchliche Objekte (OM)
Kreuze und Wegkreuze (OM)
Die Kirche Maria Magdalena
Unter-/Ober-Metzenseifen
Pfarrer
Video Clips
Stoß
Katholische u. evangel. Kirche
Maria Heimsuchungskapelle
Handwerk
Handwerk
Übersicht
Das Handwerk in Metzenseifen
Berufe und Personen
Die Hammerschmieden in M.
Historie der Hammerschmiede
Schema Hammerschmiede
Werkzeuge des Hammerschmieds
Darstellungen Metz. Künstler
Typische Erzeugnisse
Hauen (78 Beispiele)
Beile und Krampen
Herstellung Mistelbacher
Herstellung Rückenschaufel
Kunstschmiede J. Bröstl
Kultur
Kultur
Metzenseifner Mundart
Die deutsche Mundart - das Mantakische
Metzenseifner Literatur
Schriftsteller u. Wissenschaftler aus Metzenseif
Publikationen Metzenseifner Autoren
Literatur über Metzenseifen
Stories aus Metzenseifen
Der Autor Josef Roob
Josef Roob - Auszüge aus dem Schaffen des Autors
Josef Roob - Über die Metzenseifner Hammerschmiede
Metzenseifner Kunst
Künstler aus Metzenseifen
Bilder Metzenseifner Künstler
Bilder anderer Künstler
Das GALERIE CAFE
Sonstiges
Metzenseifner Rezepte
GeoInfo
GeoInfo
Das Projekt GeoInfo Metzenseifen
Allgem. GeoInformationen
Geographische Lage von M.
Orte um Metzenseifen
Entfernungen
Flur- und Straßennamen 1868
Flurnamen Ober-Metz. 1868
Flurnamen Unter-Metz. 1868
Adressen 1944
Spezielle Informationen
Gesamtübersicht
Naturobjekte
Historische Objekte
Serviceangebote
Häuser in Metzenseifen
Personen
Geostatistik
GeoPosition Besucher
Verschiedenes
Verschiedenes
Über diese Homepage
Impressum
Registrieren
Login/Passwort vergessen?
Eigene Daten
Sitemap
Was ist neu auf der Homepage?
Online-Statistik
Statistik Seitenbesuche
Aktuelle Bilder Startseite
Erinnerungsbilder Startseite
Bildergalerie 1
Bildergalerie 2
Bildergalerie 3
Geneal. Links
Genealogische Links
An- und Abmelden
Login
Genealogie -> Der Nachname Schürger

Der Familienname (FN) Schürger in Metzenseifen

Von Anton Eiben Götting Am Bach 19
83052 Bruckmühl
Tel.: 08062/5623
Im Juli 2003
Metzenseifen hat durch seine Abgeschiedenheit im Bodwatale, das sich nur nach Südosten öffnet, viel länger seine Ursprünglichkeit bewahrt als andere Orte in den Zipser Gründen. Seine Gründung hängt mit der Prämonstratenser Propstei in Joos=Jossau, Jászó, Jasov zusammen. Diese wird 1193 von Herzog Koloman, der später auch König von Halitsch ist, gestiftet. Er ist ein Sohn König Andreas II. (1204-1235), Bruder König Bélas IV. (1235-1270) und der Hl. Elisabeth von Thüringen. Nach einem Prozessprotokoll von 1272 über unrechtmäßige Waldnutzung wird Ober-Metzenseifen schon als bestehend angesehen (siehe auch Chorherr P. Dr. Löriz Spilka und Bericht von 1820 des Unter-Metzenseifner Richters und Notärs).

Nach der Niederlage 1526 bei Mohács ist Ungarn zu dreiviertel von den Türken besetzt. Dazu kommt noch die Reformation, die sich in Ungarn rasch ausbreitet; die Propstei hat keinen Nachwuchs. 1552 hat Ferdinand I. ( 1526 - 1540 ) die Propstei in eine Kommende für Weltpriester umgewandelt.
Nachdem Ungarn von den Türken befreit ist, schenkt Leopold I. (1657 - 1705 ) zur Begleichung seiner Kriegsschuld die Propstei Joos der Prämonstratenser Abtei Pernegg in Niederösterreich. Über Umwege gelangt sie schließlich in den Besitz der Prämonstratenser Abtei Klosterbruck bei Znaim in Südmähren, zur damaligen Zeit eine Gegend, wo mittelbayerisch wie in Niederösterreich gesprochen wird.

Die letzte große Pestepidemie im beiden Metzenseifen von 1709 - 1711 rafft 30% der Einwohner hinweg. Zum Ausgleich werden keine polnischen Bergleute und Bauern gerufen, wie es im Schmöllnitz- und Göllnitztal der Fall ist, vielmehr wird der Verlust durch Neusiedler aus den Gebieten der Abteien Pernegg und Klosterbruck ausgeglichen. Deshalb sind auch keine polnischen FN in jener Zeit in Metzenseifen anzutreffen.

Als der Bergsegen im Göllnitz- u. Schmöllnitztal langsam versiegt, finden viele Bergleute Arbeit in der Lucia - Grube im Dachstal. Auf diese Weise kommen im 19. Jahrhundert polnische FN nach Ober-Metzenseifen (Vitkovsky, Wiktorovsky, Mazorlik etc.).
Den FN Schürger findet man in beiden Metzenseifen. Die ersten bekannten Eintragungen in Zechbüchern und anderen Dokumenten bedeuten nicht, daß es den FN Schürger nicht schon vorher gab.

1430 Michael Swrger/Surger: Richter in Ober-Metzenseifen
1595 Eintrag im Göllnitzer Stadtbuch: "Adi den 14 Juny 95 Ist ihme? Andres Schirger von Metzenseuffen das.. nach seiner schichtheil im Hammer..."
1598 Eintragung im Göllnitzer Stadtbuch: "Adi 20 December protestiert Andreas Schirger von Metzenseiffen wegen seines auffgebauten Hammer im fall derselbige vor kaufft würde..."
1785 erste Eintragung in das Zechbuch der Ober-Metzenseifner: Schmiedezech (Zunft), die überlieferten Zechmeister waren:
u.a. Schürger (siehe Heimatbuch)
1846 Jacob Schürger Schmiedemeister
Der Name Schürger ist zu finden:
- In einer Aufstellung vom 31. Oktober 1857,
- in Unter-Metzenseifen bis 1945,
- in Ober-Metzenseifen bis 1945,
wobei hinter jeder Nennung mehrere Familienstämme stehen.

Über die historische Entwicklung des FN Schürger (analoges gilt auch für alle anderen FN)schreibt mir die Gesellschaft für Namenkunde an der Universität Leipzig:
"Der FN Schürger lässt sich unter 40 Millionen Telefonteilnehmern Deutschlands mehrere hundertmal vor allem in Süddeutschland nachweisen (KlickTel 98, Adress- und Telekommuninationsauskunft Deutschland).
Es handelt sich bei der Namensform Schürger um einen Berufs(über)namen. Die Gruppe der Berufsnamen bilden neben den Familiennamen aus Rufnamen (Arndt, Peters, Mewes) und den FN aus Übernamen (ÜN, z.B. Krause, Lange, Schwarzert) eine der größten Familiennamengruppen in Deutschland. Sie entstand durch Benennungen von Personen nach ihren Berufsbezeichnungen, wobei oft auch die berufstypischen Produkte bzw. Werkzeuge oder Produkt sowie Ware eine Rolle in der in der Namensgebung gespielt hat.
Dann wird jedoch spezifisch von indirekten Berufsnamen bzw. Berufsübernamen gesprochen, z.B: Hammer(schmidt), Nagel(schmidt) oder Kesselring für den Schmied.
Noch im 12. Jahrhundert trugen die Menschen oftmals nur einen Rufnamen, neben den ein Beiname treten konnte. Vor allem in Orten mit größerer Konzentration von Menschen, die häufig den gleichen Rufnamen trugen, musste ein weiterer Name zur Unterscheidung und Identifikation neben den eigentlichen Rufnamen gestellt werden.
Der Name wurde meist vom Vater an die Nachkommen weitergegeben. Der entstandene Beiname erlangte zunehmend eigenständigen Charakter und festigte sich seit dem 12. Jahrhundert, zunächst in den Städten des südwestlichen Deutschlands, zum heutigen Familiennamen. Diese Entwicklung wurde vor allem durch rechtliche Neuerungen wie dem Erbrecht und wirtschaftlichen Aufschwung beeinflusst.
Aber auch die angrenzenden romanischen Länder - Italien und Frankreich - hatten einen nicht unwesentlichen Einfluss, da dort die Familiennamen festigende Zeit schon früher begann. In den an Deutschland nach Osten hin angrenzenden Ländern, z.B. Polen, begann die Herausbildung von Familiennamen etwa zur gleichen Zeit wie in Deutschland und fand ihren Abschluss in den ländlichen Gegenden etwa im 15. Jahrhundert.
Viele Namen slawischen Ursprungs gehen hierbei auf die Vermischung deutscher Siedler mit slawischen Völkern östlich der Elbe und Saale, in Teilen Frankens, Bayerns und Österreichs und natürlich die Einwanderungen aus osteuropäischen Gebieten zurück.
Nach Westen sind slawische Familiennamen vor allem durch den Zuzug zehntausender Bergarbeiter, die seit dem 19. Jahrhundert in das Ruhrgebiet kamen und dann nach 1945 durch die Flüchtinge und Vertriebenen gelangt.
Als Berufs(über)name lässt sich der Name Schürger auf das Lexem schürgen, althochdeutsch scurgan, scurgen,scurkan, mittelhochdeutsch schürgen, schurgen, schorgen in der Bedeutung schieben, stoßen, treiben ( z.B. Vieh ), ( Feuer, Geld ) schüren, eine Weiterbildung zum Verb schüren erklären.
Das Wort existiert in neuerer Zeit vorwiegend im Schweizerischen neben schürgen auch in der Schreibweise schergen, schirgen und schürchen, schweizerisch schürgge(n), schürke, bairisch schorgen, schörgen, schurgen, schergen, thüringisch schürgen, schörjen, scherge, schyr, schürr, hessisch schürgen, schorgen, schörge, westfälisch schürgen.
Insbesondere in der Zips bedeutet das Verb schürgen unterschüren, das Feuer schüren.
Somit lässt sich der Name Schürger als Name für den Feuerschürer, aber ebenso für den (Vieh) Antreiber oder Geldraffer erklären. Es ist auch überliefert, dass der Name Schürger in Salzsiedereien oft den Gehilfen des Berers bezeichnet.
Im Gebiet der Rhön wird mit dem Schürger jemand benannt, der bei Bereitung der Lichtspäne den von anderen gezogenen Hobel hinten nachschiebt.
Die älteste Namensform Swurger, Surger, die für den Namen Schürger überliefert ist, fällt hierbei aufgrund eines anderen Anlauts aus dem Rahmen. Es ist möglich, das das S- im Namen Swrger, Surger auf einen der slawischen Sprache(n) vertrauten Schreiber zurückgeht, wo z.B. ein als -sch - realisierter Anlaut mit dem Konsonanten tschechisch, sorbisch - š - Polnisch - sz - wiedergegeben wird, vgl. 1370 Skora und 1632 Schkora ( eindeutig eingedeutscht) zu niedersorbisch škóra, obersorbisch skora, mundartlich škora, polnisch skóra. Möglicherweise wurde dieses Š - später nicht mehr in den Quellen übertragen oder die Schreibweise ist schlechthin der Aussprache zu schulden.

Für den FN Schürger finden sich mit unseren Mitteln folgende Belege:
1276 Heinr.(ich) Schürge, Zürich;
1385 Contze Schurge gen.(annt) Wasserbauch, zu Grünberg (Hess.);
1478 Hans Schurger (Schürger?) zu Bödigheim (Buchen/Odenwald)".
Weitere Zusammenhänge:
ÜN. Schürg, Schurger 1. siehe Schürch, zu mhd. (mittelhochdeutsch) schür(g)en = Feuer anzünden; vergl. schon ahd (althochdeutsch) fiurscurgo = Feuerschürer S. 573 Bd. 2.
Vergleiche hierzu auch:
- Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, 9. Bd., Leipzig 1899, Sp. 2044-2046;
- Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin, New York, 1999, 23. Aufl., S. 745;
- Hans Bahlow, Deutsches Namenlexikon: Familien und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt; München 1967, S. 471;
- Josef Karlmann Brechenmacher; Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen, Bd. 2, Limburg a.d. Lahn 1960 ff, S. 573;
- Konrad Kunze, dtv Namenkunde, Vor-und Familiennamen imdeutschen Sprachgebiet, München 1998.
- P. Dr. Löriz Spilka: Die um Joos liegenden Ortschaften des zentralen Stammbesitzes der Joosburger Propstei bis 1552, Gödölö (Ungarn) 1944 S.S. 3, 4 u. 13 - 17.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß der FN Schürger schon im Hochmittelalter im deutschen Sprachraum verbreitet ist, auch zu den ersten FN in Metzenseifen gehört, auch wenn ich ihn von hieraus erst 1430 zum erstenmal nachweisen kann.
Ich habe diese Expertise ausgearbeitet, weil meine Großmutter väterlicherseits eine geborene Schürger war.