Die nachfolgenden Geschichten aus Metzenseifen sind Erlebnisse der Autoren bzw. wurden von den Autoren nach tatsächlichen Begebenheiten aufgezeichnet. Bitte beachten Sie auch hier das Copyright.
Übersicht zu den Geschichten
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In meiner Kinderzeit war ich oft in der Werkstatt meines Vaters, um ihm bei der Arbeit zuzusehen. Er erzählte mir bei seiner Arbeit oft eigene Erlebnisse und Geschichten, die er wiederum von seinem Vater hatte.
Ich hörte auch über die Gesellenjahre meines Vaters, als fast alle Tischlerarbeiten nur mit der Kraft und der Geschicklichkeit der Hände durchgeführt werden mussten.
Die Gesellen und Meister wetteten gerne darüber, wie gut bzw. geschickt der eine oder der andere eine Arbeit zu erledigen in der Lage wäre.
Eines Tages musste ein lages, dickes Brett der Länge nach getrennt, also durchgesägt werden. Einer der Gesellen wettete, er könne das Brett in einem Schnitt - ohne zu stoppen - zersägen. Der zweite akzeptierte die Wette.
Der Geselle spannte das Brett entlang der Werkbank so fest, dass es dort zu etwa einem Viertel der Breite auflag, und begann zu sägen. Als er die Hälfte des Brettes ohne Probleme durchgeschnitten hatte, schien es, als ob er auch den Rest ohne einen Stopp schaffen und die Wette gewinnen würde. Der andere Geselle zog daraufhin eine der Schubladen aus der Werkbank aus, direkt unter dem noch zu trennenden Teil des Brettes.
Zu seiner Überraschung stoppte der erste Geselle aber nicht, sondern sägte Brett mit Schublade durch und gewann so die Wette.